Lingen (Ems), Strafanstalt
Adresse
Strafanstalt Lingen an der Ems
Lingen (Ems), Georgstraße 5 (heute Kaiserstraße 5), Deutschland
Informationen zum Ort
In den Jahren 1833 bis 1835 errichtete man in Lingen eine Infanteriekaserne, die 1854 zum Zuchthaus umgebaut wurde, dass schließlich eine Kapazität für insgesamt 400 männliche und weibliche Gefangene hatte. In der NS-Zeit war die Strafanstalt Lingen das Durchgangslager für die meisten Strafgefangenen auf dem Weg in die Emslandlager sowie auf dem Weg zurück in die Freiheit. Auch viele Zeugen Jehovas waren dort inhaftiert – meist aber nur sehr kurz. Nicht wenige von ihnen wurden in der Strafanstalt Lingen auch in Schutzhaft genommen, da die Gestapo sie nach Verbüßung der Haftstrafe in Konzentrationslager überführte. (Crabus: Wie das Gefängnis; Remling: Lingen im Nationalsozialismus, S. 27, 28.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt