Köln-Lindenthal, Bahnhof Belvedere
Adresse
Wohnort von Klara und Fritz Stoffels
Köln-Müngersdorf, Belvederestraße 147, Deutschland
Informationen zum Ort
1839 hatte die Rheinische Eisenbahngesellschaft den Bau des damaligen Bahnhofs Müngersdorf in Auftrag gegeben. Das Empfangsgebäude – das Belvedere zu Müngersdorf – war auf einer Anhöhe mit Blick auf Köln gebaut worden. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bahnhof stillgelegt, denn die erhofften Umsätze blieben aus. Das Gebäude gelangte in den Besitz der Stadt Köln und wurde als Wohnhaus genutzt. Ab 1935 wohnten Klara und Friedrich Stoffels in dem Gebäude, bis 1943 Nachstellungen durch die Gestapo sie zwangen, Köln-Müngersdorf zu verlassen. (Schramm: Vom Hauptbahnhof)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Klara und Friedrich Stoffels arbeiteten in der Illegalität von ihrer Wohnung aus, die ihnen offenbar auch als Literaturlager diente, für ihren Glauben. (Schlechtriemen: Opfer in Köln-Müngersdorf, S. 15, 18, 22, 28, 33, 74 ff.)
Gedenkzeichen
Am 27. Januar 2007 wurden vor dem Bahnhof Belvedere (Belvederestraße 147), dem letzten Wohnort von Klara und Friedrich Stoffels in Köln, im Beisein von mehreren hundert Kölner Zeuginnen und Zeugen Jehovas zwei Stolpersteine für das Ehepaar verlegt. (Schlechtriemen: Opfer in Köln-Müngersdorf, S. 79; Hesse: Stolpersteine 2017, S. 188, 191)