Berlin-Lichtenberg, Haftanstalt Hohenschönhausen
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Adresse
NKWD-Speziallager (1945/46)
Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Geheimpolizei (1946 bis 1951)
Zentrale Untersuchungshaftanstalt des MfS (1951 bis 1989)
Haftanstalt des Ministerium des Innern (1990)
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (seit 1994)
Berlin-Lichtenberg, Genslerstraße 66, Deutschland
Informationen zum Ort
Auf dem Gelände in Hohenschönhausen befand sich im Zweiten Weltkrieg eine moderne Großküche der NS-Volkswohlfahrt, die die Arbeitenden in den umliegenden Rüstungsbetrieben versorgen sollte. 1945 besetzte die Rote Armee Berlin und die Sowjets nutzten die NS-Großküche als Kerngebäude eines Speziallagers. Etwa 16.000 ehemalige Nationalsozialisten, aber bald auch Gegner des kommunistischen Regimes waren hier interniert. Vermutlich gab es über 800 Tote. Ende 1946 wurden die verbliebenen Gefangenen in das Speziallager Sachsenhausen überführt, das Hauptgebäude wurde zum Untersuchungsgefängnis für die sowjetische Geheimpolizei umgebaut.
1951 übergab diese die Untersuchungshaftanstalt dem 1950 gegründeten Staatssicherheitsdienst der DDR. 1960 durch ein modernes Gefängnisgebäude ergänzt, saßen hier bis zur Entlassung aller vom MfS und seiner Nachfolgeorganisation Inhaftierten im Januar 1990 vorwiegend politisch Verfolgte des SED-Regimes ein – insgesamt ca. 20.000.
Gedenkzeichen
1994 wurde eine Gedenkstätte auf dem Gelände der ehemaligen U-Haftanstalt eröffnet. (Heidemeyer: Hohenschönhausen.)