Stralsund, Marienstraße 14
Adresse
Wohnort von Paul Skalska und seiner Familie
Stralsund, Marienstraße 14, Deutschland
Informationen zum Ort
Nach der Verhaftung von Paul Skalska im Februar 1937 führte die Gestapo eine Hausdurchsuchung durch, wobei sie ein Mitgliedsbuch vom Arbeiter-Gesangsverein sowie politische Bücher und Bücher der IBV fand. Nach seiner Einlieferung in das KZ Sachsenhausen ordnete die Staatspolizeileitstelle Stettin 1938 in einem Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Stralsund eine Überprüfung der Familie Skalska durch das Jugendamt an, da es sich bei ihnen um „Bibelforscher [handele], bei denen nicht die Gewähr dafür geboten ist, daß ihre Kinder im nationalsozialistischem Sinne erzogen werden“. Zu der angedrohten Entziehung des Sorgerechts durch das Jugendamt scheint es aber nicht gekommen zu sein. (LAGw, Rep.200/9.2.1, Nr. 2420. Scholz: …und ihr sollt, S. 66.)
Gedenkzeichen
Am 21. September 2021 wurde in der Marienstraße 14 in Stralsund auf Initiative der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Stralsund ein Stolperstein für Paul Skalska verlegt. Im KZ Sachsenhausen hatte der Familienvater nach bisherigen Erkenntnissen unter Druck seine religiöse Überzeugung als Zeuge Jehovas aufgegeben, um entlassen zu werden. Nach Kriegsende trat er in die KPD ein und wurde später SED-Mitglied. Paul Skalska schloss sich um 1965 der Stralsunder Baptistengemeinde an. (Weber: Neuer Stolperstein.)