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Cernobbio, Luogo della memoria

Adresse

Luogo della memoria, Gedenkpark in Cernobbio
Comune di Cernobbio, Via Regina 23, Italien

Die kleine Parkfläche befindet sich hinter dem Rathaus.

Gedenkzeichen

Der im Jahr 2001 eingeweihte Gedenkpark (Luogo della memoria) besteht aus einer kreisförmig angelegten Grünfläche mit Gedenktafeln und Bänken zum Verweilen. Die kleine Grünanlage ist nach Giorgio Perlasca (1910–1992) benannt, der von Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ für die Rettung von Juden in Budapest geehrt wurde. Außer Perlasca werden auf weiteren Gedenktafeln Opfer von Faschismus und NS-Verbrechen geehrt, darunter Widerstandskämpfer, Zeugen Jehovas, Opfer der Vernichtungslager, politisch Verfolgte und nach Deutschland deportierte Zwangsarbeiter.

Eine Gedenktafel mit einer italienischen Inschrift, deren Übersetzung lautet: „Zum Gedenken an Narciso Riet: ‚Für seinen Glauben verfolgt der Zeuge Jehovas‘. Geboren als Sohn von Emigranten aus der Region Friaul, behielt er seine italienische Staatsbürgerschaft?. Er nahm den Glauben der Zeugen Jehovas an, deren Aktivitäten damals verboten waren. 1943 zog er nach Cernobbio, Piazza Santo Stefano, um. Sein Haus wurde für einige Zeit die Verwaltungszentrale für die geheimen Aktivitäten der damals erst wenigen Zeugen Jehovas in Italien. Nachdem er von der Gestapo entdeckt und ins KZ Dachau und an weitere Haftorte verbracht worden war, wurde er 1944 vom Volksgerichtshof Berlin zum Tod verurteilt. Er gehörte zu den Hunderten von Zeugen Jehovas, die hingerichtet wurden, weil sie sich weigerten, das NS-Regime zu unterstützen. (1908–1944 oder 1945)“.
Die Gedenktafel für Narciso Riet im Luogo della memoria in Cernobbio (UaP, Fotografin Daniela Nguyen).

Der Text der Tafel zur Erinnerung an den Zeugen Jehovas Narciso Riet lautet aus dem Italienischen übersetzt:

„Zum Gedenken an Narciso Riet: ‚Für seinen Glauben verfolgter Zeuge Jehovas‘. Geboren als Sohn von Emigranten aus der Region Friaul, behielt er seine italienische Staatsbürgerschaft. Er nahm den Glauben der Zeugen Jehovas an, deren Aktivitäten damals verboten waren. 1943 zog er nach Cernobbio, Piazza Santo Stefano, um. Sein Haus wurde für einige Zeit die Verwaltungszentrale für die geheimen Aktivitäten der damals erst wenigen Zeugen Jehovas in Italien. Nachdem er von der Gestapo entdeckt und ins KZ Dachau und an weitere Haftorte verbracht worden war, wurde er 1944 vom Volksgerichtshof Berlin zum Tod verurteilt. Er gehörte zu den Hunderten von Zeugen Jehovas, die hingerichtet wurden, weil sie sich weigerten, das NS-Regime zu unterstützen. (1908–1944 oder 1945)“

(Slupina: Jehovas Zeugen im Gebiet der ehemaligen Tschechoslowakei, S. 728–730; Der Wachtturm, 15.6.2005, S. 32.)

Link zur Website Gedenkorte Europas/Cernobbio.

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