Lodz (Łódź), Gefängnis Radogast (Radogoszcz)
Adresse
Polizeigefängnis und Arbeitserziehungslager Radogast
Lodz-Radogast (Łódź-Radogoszcz), Zgierska 147, Polen (1940 bis 1945 im Generalgouvernement: Litzmannstadt-Radogast, Hohensteiner Straße)
Informationen zum Ort
Das vierstöckige rote Backsteingebäude in Radogoszcz, einem Dorf nördlich von Lodz, 1940 eingemeindet, wurde Anfang der 1930 Jahre als Fabrik errichtet. Von November 1939 bis Januar 1945 nutzten Gestapo, SS und Polizei das Gebäude. Kurz nach der Übernahme wurden hunderte Gefangene erschossen. Bis Juli 1940 durchliefen Tausende als Transithäftlinge das Lager. Danach erfolgte die Nutzung als Erweitertes Polizeigefängnis und Arbeitserziehungslager. In der Nacht vom 17. zum 18. Januar, kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee, setzte die Wachmannschaft das Gefängnis in Brand. Etwa 1.500 polnische Häftlinge verbrannten oder wurden erschossen. (Kosmala: Lodz - Gefängnis Radogoszcz.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
Gedenkzeichen
Heute befindet sich auf dem Gelände das Museum des Martyriums und des Kampfes – Radogoszcz (Muzeum Tradycji Niepodległoścowych w Łodzi, Oddział Radogoszcz). (Kosmala: Lodz - Gefängnis Radogoszcz.)
Link zur Website des Muzeum Tradycji Niepodległoścowych w Łodzi, Oddział Radogoszcz.