Sonnenburg (Słońsk), Zuchthaus und Konzentrationslager
Adresse
Zuchthaus
Konzentrationslager
Sonnenburg bei Küstrin (an der Oder) (heute: 3 Lutego, Słońsk/Polen)
Informationen zum Ort
- 1832/33 als Königlich-Preußische Strafanstalt gegründet.
- 1931 wurde das Zuchthaus wegen katastrophalen sanitären Verhältnissen geschlossen.
- Im April 1933 als Konzentrationslager eingerichtet. Sonnenburg wurde zentrale Haftstätte für Schutzhäftlinge aus Pommern. Nach aktuellem Forschungsstand befand sich ein Zeuge Jehovas unter den Häftlingen.
- 1934 wurde das Konzentrationslager aufgelöst und die Einrichtung wieder in ein Zuchthaus umgewandelt. In Sonnenburg wurden fortan Straftäter und politische Gefangene interniert, später auch Deserteure und Zwangsarbeiter, sowie Häftlinge aus Westeuropa, die nach dem „Nacht-und-Nebel-Erlass“ vom Dezember 1941 in das Deutsche Reich deportiert wurden.
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
1
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand
Mann
- Friedrich Parsieglo
Gedenkzeichen
Vor dem Gelände des ehemaligen Zuchthauses, welches nicht mehr existiert, wurde 1974 ein kleines Museum errichtet. Das Museumsgebäude wurde in einem grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Projekt und mit Mitteln der Europäischen Union renoviert und im Oktober 2014 wiedereröffnet. Die neue, zweisprachige Dauerausstellung entstand ebenfalls in deutsch-polnischer Zusammenarbeit. Gleichzeitig wurde vor dem Gebäude ein neues Denkmal in Form eines Kreuzes eingeweiht. An der Mauer hinter dem Kreuz befindet sich die polnische Inschrift: „Den Opfern des Lagers und Zuchthauses Sonnenburg“.