Oldenburg, Strafanstalt
Adresse
Strafanstalt Oldenburg
Oldenburg, Gerichtsstraße 1, Deutschland
Informationen zum Ort
Die Strafanstalt Oldenburg wurde 1858 in Betrieb genommen und galt seinerzeit als Vorzeigeeinrichtung und modernes „Gefangenenhaus“. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verschärften sich die Haftbedingungen, wobei vor allem Häftlinge, die aus politischen und ideologischen Motiven inhaftiert waren, unter rücksichtslosen Disziplinierungsmaßnahmen litten. In den 1930er Jahren fand die Arbeit der Gefangenen fast ausschließlich innerhalb des Gefängnisses statt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden Inhaftierte auch zwangsweise an Außenarbeitsstellen eingesetzt. Ab 1941 arbeitete die Mehrzahl der Gefangenen an „kriegswichtigen“ Aufgaben – auf Baustellen, Äckern und in der Infrastruktur.
Die Haftanstalt wurde 2013 geschlossen.
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
Gedenkzeichen
Für 32 Männer, die 1938 aus der JVA in das KZ Sachsenhausen deportiert wurden, findet seit 1981 in Oldenburg ein Erinnerungsgang statt, der in der Haftanstalt endet. (Duschek: Alte Justizvollzugsanstalt.)