Flossenbürg, Konzentrationslager
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Adresse
Konzentrationslager Flossenbürg (1938 bis 1945)
KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Flossenbürg, Gedächtnisallee 5, Deutschland
Informationen zum Ort
Das Konzentrationslager Flossenbürg wurde im Mai 1938 in Betrieb genommen. Die Häftlinge wurden bei der Arbeit in SS-eigenen Wirtschaftsbetrieben zur Produktion von Baustoffen gezielt ausgebeutet. Um die 84.000 Männern und 16.000 Frauen aus über 30 Ländern waren in Flossenbürg inhaftiert. Darunter befanden sich etwa 70 Zeugen Jehovas, von denen mindestens 12 in der Lagerhaft verstarben. Die Befreiung des Lagers durch die US-Armee erfolgte am 23. April 1945. (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg: Konzentrationslager Flossenbürg, S. 33.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
Männer
Gedenkzeichen
Am 22. April 2023 wurde in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eine Tafel in Erinnerung an Zeugen Jehovas enthüllt, die dort während ihrer Haft „litten und starben“. Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Prof. Dr. Jörg Skriebeleit erklärte in einer Ansprache, dass Zeugen Jehovas „der Glauben im Konzentrationslager Kraft und Stärke gegeben hat, nicht nur um selbst zu überleben, sondern um sie anderen, die ihren Glauben nicht geteilt haben, weiterzugeben.“ Wolfram Slupina, Sprecher von Jehovas Zeugen in Deutschland, sagte: „Es ist unser aller Anliegen, dass die Geschichte von Jehovas Zeugen als Opfergruppe nicht vergessen wird – die Geschichte von Menschen, die während der dunkelsten Zeiten im Deutschland des vergangenen Jahrhunderts bereit waren, ihrem Gewissen zu folgen.“ (Watch Tower Society: Gedenktafel für Zeugen Jehovas.)