Wismar, Hegede 11
Widerstand und Selbstbehauptung im Kommunismus
Seit 1901 Geschäfts- und Wohnhaus der Familie Oehm in Wismar. 1958 übernahm Paul Oehm jun. von seinem Vater das Möbelgeschäft. Ab 1950 Haudurchsuchungen und Beobachtungen durch die Staatssicherheit. Ab 1963 leitete Paul Oehm die Wismarer Gemeinde der Zeugen Jehovas. Zusammen mit seiner Frau Christa vervielfältigte er die verbotene Literatur der Religionsgemeinschaft. Nach Verhören durch die Staatssicherheit 1972 versenkte er die dazu benutzte Schreibmaschine, an der sich durch Matrizen entstandene Wachsspuren befanden, im Hof des Hauses, der gerade betoniert wurde.
Das Geschäft wurde 1991 aufgegeben.
(Bersch: Helden, S. 51–55.)