Charlotte Tietz, geb. Roese
- Vorname(n)
- Charlotte
- Geburtsname
- Roese
- Nachname
- Tietz
- Geburtsdatum
- 30. Januar 1922
- Beruf
- Kaufmännische Büroangestellte
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Wuchs in einer Familie von Zeugen Jehovas auf, Taufe 1994
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Else Roese, geb. Storbeck (Mutter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ab 1933 verließ Else Roese mit Tochter Charlotte bei Wahlen oder politischen Feiertagen rechtzeitig ihre Wohnung und kam bei Bekannten unter, um so dem Druck durch Besuche von NS-Vertretern zu entgehen. Charlotte Tietz durfte wegen der Ablehnung des Hitlergrußes und der Weigerung, in den BDM einzutreten, das Gymnasium nicht besuchen. 1936 musste sie deshalb nach der 8. Klasse die Volksschule verlassen. Bewerbungen, die staatliche Handelsschule zu besuchen oder beim öffentlichen Dienst eine Ausbildung zu bekommen, wurden abgelehnt. Charlotte Tietz begann daraufhin eine kaufmännische Lehre bei einer privaten Elektrogroßhandlung.
1941 wurde sie wegen Arbeitsdienstverweigerung bis März 1944 zum Dienst als Buchhalterin bei den Hydrie-Werken (IG Farben) verpflichtet.
(JZArchZE, LB Tietz, Charlotte, Schreiben von Charlotte Tietz an das Geschichtsarchiv Jehovas Zeugen in Deutschland vom 6.1.1999.)