Friedrich Kreier
- Vorname(n)
- Friedrich
- Nachname
- Kreier
- Geburtsdatum
- 25. Februar 1899
- Geburtsort
- Neuwied
- Todesdatum
- 1971
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich Ende der 1920er Jahre den Bibelforschern an
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Friedrich (Friedel) Kreier wurde am 31. August 1936 von der Gestapo festgenommen und im Koblenzer Stadtgefängnis inhaftiert. Das Amtsgerichts Koblenz stellte am 7. September 1936 einen Haftbefehl aus. Am 20. März 1937 verurteilte ihn das Sondergericht Köln, das im Koblenzer Landgericht tagte, zu neun Monaten Gefängnishaft. Als Begründung der Anklage wurde seine Betätigung als Bibelforscher angeführt, sowie die Annahme und Verbreitung deren Schriften. Den ersten Monat verbüßte er noch im Koblenzer Gefängnis, am 28. April 1937 überführte man ihn zur weiteren Strafverbüßung in das Gerichtsgefängnis nach Birkenfeld/Nahe.
Nach dem Ende der Strafhaft wurde Friedrich Kreier von der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen und am 2. September 1937 nacheinander in die Konzentrationslager Sachsenhausen, Dachau, Buchenwald und nochmal Dachau verschleppt.
In einem der Lager ließ er sich in einer Regentonne als Zeuge Jehovas taufen. Am 29. April 1945 wurde er durch amerikanische Soldaten im KZ Dachau befreit.
Friedrich Kreier war nach der Befreiung Mitbegründer der Gemeinde der Zeugen Jehovas in Neuwied und auch maßgeblich am Aufbau der Koblenzer Gemeinde beteiligt.
(Hennig: Die Verfolgung, S. 11; Jakob: Trotz allem, S. 18, 19.)