Hans Saueressig
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- Vorname(n)
- Hans
- Nachname
- Saueressig
- Geburtsdatum
- 1904
- Todesdatum
- 1994
- Beruf
- Tischler
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Hans Saueressig war im Nationalsozialismus u.a. durch öffentliche Dienststellen ständigen Peinigungen und Drangsalierungen ausgesetzt. (Wieben: Keiner vergessen, S. 29.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Nach der kurzfristigen Rücknahme einer Genehmigung zur Abhaltung eines Gottesdienstes am 20. März 1949 in den Kammerlichtspielen Boizenburg hielten die Zeugen Jehovas den Gottesdienst vor etwa 200 Personen auf offener Straße ab. Die Polizei verhaftete unter Protest der Menge dabei Hans Saueressig und Paul Schwarz. Hans Saueressig befand sich bis zum 21. März auf der Polizeiwache Boizenburg in Haft.
Am 29. August 1950 wurde er erneut festgenommen, im Gefängnis Hagenow inhaftiert und durch Hunger und Schläge zur Aussage gezwungen. Die Große Strafkammer beim Landgericht Schwerin verurteilte ihn am 25. Oktober 1950 in Greifswald zu sechs Jahren Zuchthaus. Nach der Strafverbüßung in Bützow-Dreibergen wurde er am 29. August 1956 entlassen.
(LHAS Schwerin, 6.11-11, Nr. 63, Bl. 106–114; LHAS, 6.11-7, Nr. 166; BA-MfS-BV Schwerin AU 199/50 Bd. 1, Bl. 39–51; JZArchZE, Aktennotiz Zweigbüro Wiesbaden vom 4.12.1950.)