Oskar Schäfer
- Vorname(n)
- Oskar
- Nachname
- Schäfer
- Geburtsdatum
- 18. September 1892
- Geburtsort
- Wermelskirchen, Deutschland
- Todesdatum
- 18. August 1964
- Beruf
- Schuhmacher
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Olga Schäfer, geb. Sachser (Ehefrau)
- Helga Schäfer (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Oskar Schäfer war ab 1918 als Arbeiter bei der Firma P. & C. Fritz beschäftigt, die in Wermelskirchen Schuhe der Marke „Sturmvogel“ herstellte. Am 9. April 1938 weigerte er sich beim Gemeinschaftsapell am „Tag des Großdeutschen Reiches“ im Gemeinschaftsraum seines Arbeitgebers beim Singen des Horst-Wessel-Liedes die rechte Hand zu erheben. Einen Tag später verweigerte er die Teilnahme an der Reichstagswahl. Darauf wurde er am 11. April 1938 nach Beschluss des Betriebsrates fristlos entlassen.
Es gelang Oskar Schäfer nicht, bei anderen in Wermelskirchen vertretenen Schuhfabriken eine Anstellung zu bekommen. Er nahm daher am 20. April eine Tätigkeit als Hilfsarbeiter bei der Firma Wiemer und Trachte zum Bau der Autobahn an. Bereits 1935 wurde die Freie Gewerkschaft, der er damals angehörte, in die Deutsche Arbeitsfront (DAF) zwangseingegliedert. Das Ehren- und Disziplinargericht der DAF schloss Oskar Schäfer am 20. August 1938 aus und veranlasste, dass er am 17. September 1938 auch seine Tätigkeit bei der Baufirma verlor. Die Stadt Wermelskirchen verweigerte daraufhin drei Monate lang die staatliche Unterstützung für die Familie. Am 1. April 1939 gelang es Oskar Schäfer schließlich bei einer anderen Baufirma anzufangen. Wenige Tage nach Kriegsende stellte ihn sein ursprünglicher Arbeitgeber, die Schuhfabrik P. & C. Fritz, wieder ein.
(Krüger: Eine Bibel, S. 16.)