Willi Hölzer
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- Vorname(n)
- Willi
- Nachname
- Hölzer
- Geburtsdatum
- 5. September 1891
- Geburtsort
- Karlsruhe, Deutschland
- Beruf
- Maschinist
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Anna Hölzer, geb. Hammer (Ehefrau)
- Hermann Hölzer (Sohn)
- Willy Hölzer jun. (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Der Maschinist Willi Hölzer wurde am 29. Juni 1940 in Untersuchungshaft genommen. Am 20. Dezember 1940 wurde er vom vom Gefängnis Ludwigshafen nach Saarbrücken transportiert und am gleichen Tag vom Sondergericht für den Oberlandesgerichtsbezirk Zweibrücken beim Landgericht Saarbrücken zu zehn Monaten Gefängnishaft verurteilt.
In seiner Saarbrücker Häftlingsakte ist ein handschriftlicher Brief Hölzers vom 19. Januar 1941 enthalten, der vermutlich im Gefängnis Lerchesflur einbehalten wurde, da er religiöse Erbauung für seine Frau und seine Söhne enthielt. Auszugsweise heißt es darin:
"Liebe Anna [...] möge auch der Herr uns fernerhin so lenken und leiten und uns Kraft und Gesundheit geben, damit wir den einmal eingeschlagenen Weg gehen können und nur das tun, was zur Verherrlichung seines Heiligen Namens dient. [...] lege nur im Glauben und völligem Gottvertrauen alles in seine treuen Vaterhände, er wird uns ganz bestimmt recht führen und uns nicht verlassen. Er ist ein köstlich Ding, geduldig rein und auf die Hilfe des Herrn hoffen, ich bitte immer im Gebet, dass uns der Herr gesund erhalten möge, bis wir uns wiedersehen. [...] Im Glauben und felsenfesten Vertrauen auf den Herrn sehe ich der Zukunft entgegen und bitte ihn täglich, dass er Euch und mich und alle Lieben gesund erhalten möge, bis auf den Tag, an dem wir uns gesund u. froh wiedersehen können. Harre des Herrn, sei getrost u. unverzagt u. harre des Herrn. Der Herr sei mit Euch und behüte Euch.
Willi“
Am 7. Mai 1941 wurde Hölzer in das KZ Dachau überstellt. Von dort wurde er am 13. Mai 1943 entlassen, nachdem die SS ihn gezwungen hatte, seinen Glauben zu verleugnen.
(Buchmann/Schäfer: Die Verfolgung in der Saarregion, S. 58, 86.)