Amalie Hesse, geb. Moneke
- Vorname(n)
- Amalie
- Geburtsname
- Moneke
- Nachname
- Hesse
- Geburtsdatum
- 28. November 1881
- Geburtsort
- Rhumspringe, Deutschland
- Todesdatum
- 5. März 1939
- Todesort
- Kassel, Deutschland
- Verfolgungsbedingte Todesart
- An den Haftfolgen verstorben
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Erstkontakt 1930, Taufe als Zeugin Jehovas 1932
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Amalie (Amalia) Hesse war auch nach 1933 ein aktives Mitglied der Kasseler Gemeinde der Zeugen Jehovas. Nach ihrer Mitwirkung an der Flugblattverteilung am 12. Dezember 1936 kam sie zusammen mit anderen Zeugen Jehovas in Kassel in Untersuchungshaft und wurde am 24. Mai 1937 wegen staatsfeindlicher Umtriebe zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. In dem Protokoll der Gerichtsverhandlung wurde ihr klares Bekenntnis zu mutiger Standhaftigkeit deutlich.
Wahrscheinlich wurde Amalie Hesse im Sommer des Jahres 1938 entlassen. Ein Schreiben der Kasseler Gestapo an das Gefängnis Kassel lässt vermuten, dass sie weiterhin unter Beobachtung stand. In welchem physischen Zustand sie das Gefängnis verlassen hatte, ist nicht bekannt, aber bereits nach wenigen Monaten, am 5. März 1939, verstarb sie offenbar an den Haftfolgen.
Gedenkzeichen
Am 13. Mai 2017 wurde für Amalie Hesse in der Mergellstraße 41 in Kassel ein Stolperstein verlegt.