Franz Bauer
- Vorname(n)
- Franz
- Nachname
- Bauer
- Geburtsdatum
- 2. September 1896
- Geburtsort
- Hintring, Böhmen (heute Zahvozdi/Tschechien)
- Beruf
- Expedient
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Seit 1910 lebte Franz Bauer in Duisburg, zu Beginn der Verfolgung 1933 in der Rheinbacherstraße 7 im Stadtteil Beeckerwerth. Er war als Expedient in der Versandabteilung von Schacht Beeckerwerth tätig, was bedeutete, dass er als kaufmännischer Angestellter den Versand von Frachtgut aller Art organisierte.
Franz Bauer wurde am 23. September 1936 wegen Zugehörigkeit zur verbotenen Gemeinschaft der Bibelforscher und Vergehen gegen § 129 StGB der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat von der 6. Großen Strafkammer des Landgerichts Duisburg zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Während der Haft erlitt er Misshandlungen in Form von Schlägen auf den Kopf und die Fußsohlen sowie in die Lendengegend. Seine Haftzeit endete unter Anrechnung der Untersuchungshaft am 7. Januar 1937.
Haftzeiten und Haftorte:
Am 8. Juni 1936: Verhaftung durch die Gestapo;
vom 8. Juni 1936 bis 16. Juni 1936: Schutzhaft und Untersuchungshaft im Polizeigefängnis Duisburg;
vom 16. Juni 1936 bis 26. Oktober 1936: Haft im Gerichtsgefängnis Duisburg;
vom 26. Oktober 1936 bis 07. Januare 1937: Haft im Strafgefängnis Bochum.
Am 9. September 1939 heiratete Franz Bauer Martha Rauhut, geb. Bartsch. Zu dieser Zeit arbeitete er als Ventilatorenwärter, was darauf hindeutet, dass er nach seiner Haftzeit seiner früheren kaufmännischen Tätigkeit nicht mehr nachgehen durfte.
(StADu, Wiedergutmachungsakte 506, Nr. 2482.)