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Bertha Heinsius, geb. Waack

Vorname(n)
Bertha
Geburtsname
Waack
Nachname
Heinsius
Geburtsdatum
2. Januar 1889
Geburtsort
Fichtenhusen, Deutschland
Todesdatum
18. Juli 1941
Verfolgungsbedingte Todesart
vergast
Beruf
Hausfrau
Erstkontakt und/oder Taufe
Taufe als Bibelforscherin 1927

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Bertha Heinsius nahm auch nach 1933  an den verbotenen religiösen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas in Wismar teil. Aus diesem Grund, und weil sie im Besitz christlicher Literatur war, wurde sie am 3. Februar 1937 vom Sondergericht Schwerin im Wismarer Amtsgericht zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Der Haftantritt erfolgte am 11. Mai 1937 in Dreibergen-Bützow. Dort traten bei ihr gesundheitliche Probleme auf. Sie begann sich der Hausordnung zu widersetzen. Am 21. September 1937 trat sie in den Hungerstreik und unternahm einen Fluchtversuch, worauf Fesselung und Arreststrafen folgten. Am 9. Oktober 1937 wurde Bertha Heinsius in die Heil- und Pflegeanstalt Gehlsheim bei Rostock gebracht. Am 28. März 1938 erfolgte ihre Begnadigung mit der Auflage einer Bewährungsfrist durch das Reichsjustizministerium. Sie wurde am 14. April 1938 nach Hause entlassen.

Am 9. September 1938 kam es zu einer Einweisung in die Heil- und Pflegeanstalt Sachsenberg bei Schwerin. Von dort kam Bertha Heinsius am 18. Juli 1941 auf einen Transport in die Vernichtungsanstalt Bernburg, wo sie – vermutlich noch am selben Tag – ermordet wurde.

(Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 63 ff.)

Gedenkzeichen

Am 15. Juli 2008 wurde in Wismar, Poeler Straße 59, ein Stolperstein für Bertha Heinsius verlegt. (Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 63 ff.)

Besonderheiten

Die Schriftstellerin Helga Schubert erzählt in ihrem 2003 erschienenen Buch „Die Welt da drinnen. Eine deutsche Nervenklinik und der Wahn vom ‚unwerten Leben‘“ auch die Geschichte von Bertha Heinsius. (Schubert: Die Welt, S. 47, 99–101, 197.)

Externe Medien

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