Sofie Bauer, geb. Mathes
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- Vorname(n)
- Sofie
- Geburtsname
- Mathes
- Nachname
- Bauer
- Geburtsdatum
- 17. Mai 1893
- Geburtsort
- Maroldsweisach, Deutschland
- Todesdatum
- 9. November 1957
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Gottfried Friedrich Bauer (Ehemann)
- Paul Bauer (Sohn)
- Emilie Kersten, geb. Bauer (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Sofie Bauer heiratete 1917 Gottfried Bauer und hatte drei Kinder: Max, Emilie und Paul. Sie bekannte sich als Zeugin Jehovas und erlebte Hausdurchsuchungen und die Beschlagnahme von Literatur. Ihr Mann war einer der leitenden Seelsorger der Gemeinde in Fürth und besuchte außerdem als reisender Vortragsredner Gemeinden in ganz Deutschland.
Die Gestapo verhaftete ihn zwischen 1933 und 1936 drei Mal und das Sondergericht beim Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte ihn jeweils zu Geld- und Gefängnisstrafen. Aus dem Gefängnis Bayreuth schrieb er am 11. April 1937:
„Ich bin der festen Überzeugung, dass der Vater im Himmel durch unseren Herrn und König Jesus Christus alles zum Besten lenken wird. Wie oft betete ich, dass er mir die nötige Kraft schenken möge, für das mir auferlegte Leiden und Sofie, Dir zum Trost sei es gesagt, er war bisher mit mir und bitte ich Dich herzlich, Dir keine Sorgen zu machen, da Gott ja für Dich und mich und gewiss auch für unsere Kinder sorgen wird. […] Lieb: Kopf hoch, noch oben schau, auf Gott vertrau. Betet für mich wie ich für euch. […] besonderen Gruss und herzl[ichen] Kuss Dein Fritz“
Sofie Bauer richtete 1938 ein Gesuch um Erlass der Reststrafe an den Staatsanwalt Nürnberg-Fürth, das jedoch abgelehnt wurde. Nach Strafverbüßung überstellte die Gestapo ihren Mann zunächst in das KZ Dachau, im September 1939 in das KZ Mauthausen. Dort starb Gottfried Bauer im Frühjahr 1940. Sophie Bauers älterer Sohn Max war bei der Luftwaffe und fiel 1944.
Sofie Bauer starb, ehe das Bayerische Landesentschädigungsamt 1963 der Erbengemeinschaft eine Zahlung von 7.500 Mark für „Schaden an Freiheit“ von Gottfried Bauer bewilligte, der „aus Gründen des Glaubens verfolgt war“.
(StAM, LEA 292.)