Torgau-Brückenkopf, Wehrmachtgefängnis
Adresse
Wehrmachtgefängnis
Torgau, Brückenkopf 1, Deutschland
Informationen zum Ort
Im 19. Jahrhundert wurden auf dem Brückenkopf an der Elbe Kasernen errichtet, die nach dem Ersten Weltkrieg als zivile Wohnungen genutzt wurden. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs übernahm die Wehrmacht die Gebäude und richtete ein Wehrmachtgefängnis ein, das zunächst noch dem Hauptgefängnis Fort-Zinna unterstellt war. Ab Herbst 1939 wurde es ein eigenständiges Wehrmachtgefängnis und Wehrmachtstraflager. (USHMM: Encyclopedia of Camps and Ghettos, S. 674-676.)
Bislang sind zwei Zeugen Jehovas bekannt, die 1939 bzw. 1945 im Brückenkopf-Gefängnis wegen Wehrdienstverweigerung inhaftiert waren. (Herrberger: Denn es steht, S. 210; Kammler: Kasseler Soldaten, S. 55.)
Im April 1945 rückte ein Großteil der Häftlinge mit Wachmannschaften Richtung Süden ab. Am 24./25. April 1945 trafen sich an der Elbe schließlich amerikanische und sowjetische Einheiten und damit wurden die letzten Häftlinge der beiden Wehrmachtgefängnisse befreit. (Eberlein/Haase/Oleschinski: Torgau im Hinterland; Haase/Oleschinski: Das Torgau-Tabu; Herrberger: Jehovas Zeugen im Strafsystem.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
- Hans-Joachim Henning
- Max Moserth