Potsdam, Polizeigefängnis Priesterstraße
Adresse
Polizeipräsidium und Polizeigefängnis (1925–1945)
Polizei-, Staatssicherheits- und Untersuchungshaftgefängnis (1945–1990)
Potsdam, Priesterstraße 11–13, Deutschland (ab 1945: Bauhofstraße 11–13; heute: Henning-von-Tresckow-Straße)
Informationen zum Ort
Das Potsdamer Polizeigefängnis ist 1925 auf dem Hof des Polizeipräsidiums in der Priesterstraße errichtet und 1937 auf 124 Zellen vergrößert worden. Die Geheime Staatspolizei teilte sich das Gefängnis mit der Kriminalpolizei und der Schutzpolizei. Sie allein hatte einen Bedarf von bis zu 100 Zellen für „Sonderaktionen“ angemeldet.
Zwischen dem Polizeigefängnis und dem Potsdamer Gefängnis Lindenstraße gab es vielfältige Beziehungen. Zur Zeit des Nationalsozialismus saßen politische Häftlinge in beiden Potsdamer Gefängnissen.
Nach 1945 wurde die Priesterstraße in Bauhofstraße umbenannt. Das Gebäude wurde nun als Polizei-, Staatssicherheits- und Untersuchungshaftgefängnis genutzt. Ab 1950 wurden zahlreiche Häftlinge vom Staatssicherheitsdienst der DDR, der zu dieser Zeit die Bauhofstraße als Untersuchungshaftanstalt nutzte, an den sowjetischen Geheimdienst in der Lindenstraße ausgeliefert. Ab 1952 wurde das Gefängnis als Untersuchungshaftanstalt der Volkspolizei mit etwa 200 Haftplätzen genutzt.
Das Gebäude wurde 2002 abgerissen.
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
- Gertrud Bathe, geb. Scheel
- Elisabeth Pützmann, geb. Radomsky
Männer
- Witali Kostanda