Oberhausen, Kalkstraße 7
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Adresse
Wohnort von Auguste Hetkamp und Christine Schürmann und zeitweilig von Julius Engelhard
Oberhausen, Kalkstraße 7, Deutschland
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Das Haus, in dem Auguste Hetkamp mit ihrer Familie lebte, liegt am Ende einer abgelegenen, schmalen Sackgasse, die umgeben ist von Wiesen und Feldern und war somit eine günstige Lage für Kuriere zum Transport verbotener Schriften. 1941 richtete Julius Engelhard hier und in zwei weiteren Wohnungen ein geheimes Druckzentrum für Zentraleuropa ein. Mit einem Team von mutigen Frauen und Männern, darunter Auguste Hetkamp und ihre erwachsenen Kinder, stellte er jeden Monat 240 bis 360 Exemplare der Zeitschrift „Der Wachtturm“ sowie rund 100 Exemplare Mitteilungsblätter und Kopien von Abschiedsbriefen hingerichteter Kriegsdienstverweigerer her.
Von der Kalkstraße 7 aus verteilten Kurierinnen und Kuriere die Literatur in Deutschland und bis nach Schlesien, Österreich, Nord- und Mittelitalien, ins heutige Tschechien und die Slowakei.
(LAV NRW R, Akte RW 0058 Nr. 51593.)
Gedenkzeichen
Am 7. April 2011 wurden in Oberhausen, Kalkstraße 7, Stolpersteine für Auguste Hetkamp und Christine Schürmann verlegt.