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Breslau-Kletschkau (Wrocław-Kleczków), Strafgefängnis

Adresse

Strafgefängnis Breslau-Kletschkau
Breslau-Kletschkau, Kletschkaustraße 31 (heute ul. Kleczkoim wska 35, Wrocław-Kleczków/Polen)

Informationen zum Ort

Das Strafgefängnis in der schlesischen Hauptstadt Breslau wurde 1898 eröffnet und befindet im nördlichen Stadtteil Kletschkau (heute Kleczków). Wie die meisten preußischen Gefängnisse des 19. Jahrhunderts hatte es einen x-förmigen Grundriss und war aus roten Backsteinen erbaut. Bei seiner Fertigstellung betrug die Aufnahmekapazität in der Männerabteilung 508 Personen, in der „Weiberabteilung“ 303 Personen und in der „Irrenabteilung“ 39 Personen.

Unter der NS-Diktatur mussten eine Reihe Zeugen Jehovas in Breslau-Kletschkau ihre Haft verbüßen. Die Nationalsozialisten nutzten das Gefängnis auch als zentrale Hinrichtungsstätte. Allein etwa 1.000 politische Gefangene aus der Tschechoslowakei und aus Polen wurden hier mit dem Fallbeil hingerichtet. Nach dem Krieg wurde das Strafgefängnis von der russischen Besatzungsmacht zur Inhaftierung politischer Gegner genutzt.

Das Strafgefängnis sollte nicht mit dem zentral gelegenen Untersuchungsgefängnis neben dem Gerichtsgebäude Breslau verwechselt werden.

(Krohne/Uber: Die Strafanstalten in Preußen, S. 31–39; Miller: Breslau Prison.)

In einer Luftaufnahme sieht man einen x-förmigen und dahinter einen y-förmigen Gebäudekomplex aus je vierstöckigen, roten Backsteingebäuden, die von einigen Verwaltungsgebäuden flankiert und von einer hohen Mauer umgeben sind.
Im x-förmigen vorderen Gebäudekomplex des Strafgefängnisses Breslau-Kletschkau befand sich die Männerabteilung, im hinteren y-förmigen Gebäudekomplex die Frauenabteilung. Aufnahme von 2010 (Photo courtesy of Wikimapia, Creative Commons https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/).

Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus

Frauen

Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt

Männer

Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt

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