Opladen, Feldstraße 15
Adresse
Wohnort von Friedrich Schütters
Opladen (heute Leverkusen-Opladen), Feldstraße 15 (früher Franz-Seldte-Straße 15), Deutschland
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Am 17. November 1937 durchsuchte die Gestapo die Wohnung von Friedrich Schütters in der Franz-Seldte-Straße 15 (1945 in Feldstraße umbenannt) in Opladen. Dabei wurden acht Bücher und verschiedene Zeitschriften beschlagnahmt, die von Jehovas Zeugen vor dem Verbot 1933 herausgegeben worden waren. Friedrich Schütters wurde verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. Er kehrte erst am 10. Oktober 1945 in seine Wohnung zurück. (Krüger: Eine Bibel, S. 38–40.)
Gedenkzeichen
Durch Initiative von Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasium in Leverkusen wurde am 7. Mai 2002 für Friedrich Schütters vor seinem ehemaligen Wohnhaus in der Feldstraße 15 ein Stolperstein verlegt. Für die Schüler galt er damals als verschollen, weswegen in der letzten Zeile der Inschrift drei Fragezeichen („???“) angegeben wurden. Nachdem eine Nachbarin den Schülern mitgeteilt hatte, dass Friedrich Schütters die Konzentrationslager überlebt hatte, wurde der Stein am 19. November 2003 ersetzt. (Krüger: Eine Bibel, S. 38–40; Kohnen: Fast vergessen, S. 97 f.)