Krefeld, Gestapo-Außenstelle
Adresse
Außenstelle der Geheimen Staatspolizei Düsseldorf in Krefeld
Krefeld, Goethestraße 108, Deutschland
Informationen zum Ort
Die Geheime Staatspolizei Außenstelle Krefeld hatte das Stadtgebiet Krefeld und Teile der Landkreise Moers und Kempen als Zuständigkeitsbereich. Neben der Dienststelle in der Goethestraße nutzte die Gestapo zwischen 1933 und 1945 in Krefeld auch das Hansahaus und ein Gebäude in der Uerdinger Straße
Zur Aufgabe der Dienststelle zählte auch die Überwachung und Verfolgung der Zeugen Jehovas aus Krefeld und Umgebung. Die Häftlinge der Krefelder Gestapo wurden vor allem im Polizeigefängnis in der Alten Husarenkaserne sowie im Gerichtsgefängnis am Amts- und Landesgericht festgehalten.
(Billstein: Die Zeugen Jehovas, S. 18 f.; Privatarchiv Falk Bersch, Schreiben NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer Krefeld vom 23.5.2025.)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Auguste Wolf wurde im Mai und Juni 1939 von der Krefelder Gestapo mehrfach eine auf sie zugeschnittene Verpflichtungserklärung, mit der sie u.a. zustimmen sollte, ihre Tochter nicht mehr zu besuchen, vorgelegt. Das Amtsgericht Krefeld hatte der Zeugin Jehovas im Januar 1939 das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen. Auguste Wolf erklärte: „Meiner Überzeugung bin ich treu geblieben und ich lasse mich auch von diesen [sic!] Glauben nicht abbringen.“ Sie verweigerte die Unterschrift, worauf ihre Verhaftung erfolgte. (LAV NRW R, Ger. Rep. 114, Nr. 01298.)