Zweibrücken, Haftanstalt
Adresse
Haftanstalt Zweibrücken
Zweibrücken, Johann-Schwebel-Straße 33, Deutschland
Informationen zum Ort
Zweibrücken war im Nationalsozialismus ein Haftort für „Schutzhäftlinge“, die von der Haftanstalt in verschiedene Konzentrationslager deportiert wurden. Schon in den ersten Jahren des NS-Staates nahmen Ärzte im Zweibrücker Gefängnis regelmäßig Zwangssterilisationen an Gefangenen vor. Ab dem 1. Mai 1938 war dem Vorstand des Zweibrücker Bezirksgefängnisses auch das örtliche Land- und Amtsgerichtsgefängnis neben dem Justizpalast unterstellt. (Haenle: Die Justizvollzugsanstalt.)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
1943 schrieb Albin Relewicz in einem Kassiber an seinen ebenfalls in Zweibrücken inhaftierten Freund Joseph Hisiger die Worte „Verleugnen werde ich nicht“ - weder seine Glaubensüberzeugung noch seine Freunde. Beide Zeugen Jehovas befanden sich wegen ihrer religiösen Überzeugung in der Strafanstalt Zweibrücken. Albin wollte seinem Freund Mut machen und ihn trösten. Gefängniswärter in Zweibrücken, die den Zettel mit der geheimen Nachricht bei Albin Relewicz entdeckt hatten, meldeten den Vorfall. Die Strafe: Vier Wochen verschärfte Einzelhaft. (Simon-Pelanda/Breedlove: Widerstand, S. 299, 303—307.)
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Männer
- Joseph Hisiger
- Wilhelm Lichtenhagen
- Albin Relewicz
- Ernst Wauer