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Posen (Poznań), Fort VII

Adresse

Fort VII Posen
Konzentrationslager, Polizeigefängnis, Übergangslager
Muzeum Martyrologii Wielkopolan Fort VII
Posen (Poznań), Aleja Polska, Polen

Informationen zum Ort

Das im 19. Jahrhundert unter dem Namen Fort Colomb angelegte Befestigungssystem der Stadt Posen wurde im Oktober 1939 vom SS-Sicherheitsdienst übernommen. Es wurde kurzzeitig als Konzentrationslager Posen, zumeist aber als Polizeigefängnis oder Übergangslager Posen bezeichnet. Fort VII Posen war auch ein Vernichtungslager - im Herbst 1939 vergaste man Psychiatriepatienten -, vor allem aber ein Durchgangslager für Häftlinge, die auf das Gerichtsverfahren, die KZ-Einweisung oder die Hinrichtung warteten.

Insgesamt sind in Fort VII 60 inhaftierte Zeugen Jehovas namentlich belegt, wobei es sich bis auf ein oder zwei Personen um polnische Staatsbürger überwiegend aus Posen handelte. Eine erste Verhaftungs- und Einlieferungswelle war Anfang Mai 1942, eine zweite im Mai 1943 erfolgt. Die Zeugen Jehovas arbeiteten in der Schälküche, der Gärtnerei oder der Nähstube. Sie wurden vom Fort VII Posen in Konzentrationslager deportiert.

(Matelska: Die Verfolgung in Polen, S. 485–488.)

Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus

Die Gestapo versuchte die im Fort VII inhaftierten Zeugen Jehovas zu zwingen, sich von ihrem Glauben loszusagen. Brutale Verhöre der Gefangenen aus dem Fort VIII wurden auch im Dom Żołnierza (Soldatenheim) in Posen durchgeführt. Es ist kein Fall belegt, in dem das gelang. (Matelska: Die Verfolgung in Polen, S. 486 ff.)

Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus

31

Frauen

Anzahl nach aktuellem Forschungsstand
29

Männer

Anzahl nach aktuellem Forschungsstand

Gedenkzeichen

Heute befindet sich am historischen Ort das Muzeum Martyrologii Wielkopolan - Fort VII, eine Gedenkstätte der Kriegsopfer der Region Wielkopolska.

Link zur Website des Muzeum Martyrologii Wielkopolan - Fort VII.

Externe Medien

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