Deißlingen, Reichsarbeitsdienst-Lager
Adresse
Reichsarbeitsdienst-Lager Deißlingen
Deißlingen, Scheibenbühlweg 15–19 (früher Vizinalweg), Deutschland
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Jonathan Stark erhielt während seiner Lehrzeit am 1. Oktober 1943 einen Stellungsbefehl zum Reichsarbeitsdienst in Deisslingen. Dort verweigerte er unter anderem das Tragen einer Hakenkreuz-Binde an der Uniform mit der Bemerkung: „Ich werde kein gebrochenes Kreuz an meinem Arm tragen“. Er verweigerte auch mit einem Spaten Gewehrübungen zu machen und den Diensteid auf Adolf Hitler und musste drei Tage im Strafbunker zubringen. Am 1. Dezember 1943 erhielten seine Eltern vom „Reichsarbeitsdienst, Gau XXVI, Württemberg“ die Mitteilung, dass ihr Sohn „wegen Dienst- und Eidesverweigerung von der Geheimen Staatspolizei in Schutzhaft genommen“ worden sei. Jonathan Stark wurde am 1. November 1944 im KZ Sachsenhausen ohne Prozess hingerichtet. (Lechner/Sautter: Jonathan Stark.)