Franz Kassing
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- Vorname(n)
- Franz
- Nachname
- Kassing
- Geburtsdatum
- 3. Mai 1903
- Geburtsort
- Benkheim, Ostpreußen (heute Banie Mazurskie/Polen)
- Todesdatum
- 5. Februar 1964
- Todesort
- Berlin, Deutschland
- Beruf
- Verteter
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich 1922 den Bibelforschern an
Biographische Orte
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Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Franz Kassing, geboren 1903 im ostpreußischen Benkheim, und seine Frau Lydia, geboren 1899 in Kolberg an der Ostsee, betrieben gemeinsam Missionsarbeit in Berlin. Ab 1934 arbeite Franz am Aufbau des reichsweiten Netzwerks der Zeugen Jehovas mit. Unter anderem galt die Wohnung der Kassings in Schöneberg als ein Zentrum für die illegale Produktion und den Versand von Bibelforscher-Literatur in ganz Deutschland. Beide wurden im August 1936 von der Gestapo festgenommen, Franz in die Konzentrationslager Columbia-Haus und Sachsenhausen verbracht, im Juli 1937 zu einem Jahr und sechs Monaten Gefängnis verurteilt und am 13. April 1938 aus der Haft im brandenburgischen Jüterborg entlassen. Lydia erlebte die Befreiung als Buchenwald-Häftling am 11. April 1945. (Nerlich: Die Goldfischteich-Aktivisten, S. 345–356.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Franz und Lydia Kassing wurden in der DDR weiter verfolgt. Lydia Kassing floh 1950 nach Westberlin. Franz Kassing, erneut festgenommen und verurteilt, folgte ihr 1956 am Tag seiner Entlassung aus der Strafhaft. Er verstarb 1964 und seine Frau 1982 in Berlin. (Nerlich: Die Goldfischteich-Aktivisten, S. 345–356.)