Richard Blume
- Vorname(n)
- Richard
- Nachname
- Blume
- Geburtsdatum
- 20. Mai 1882
- Geburtsort
- Leipzig, Deutschland
- Beruf
- Kaufmann
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich 1920 den Bibelforschern an
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Anna Blume (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Richard Blume war Dienstleiter der Zeugen Jehovas in Köln und damit verantwortlich für das Untergrundwerk der Gemeinde. Am 7. Oktober 1934 organisierte er für Köln die an diesem Tag weltweit stattfindende Zusammenkunft, bei der ein Protestschreiben an die Hitlerregierung gesandt wurde.
Nach einer Hausdurchsuchung und der Beschlagnahmung von Unterlagen wurde er am 18. Februar 1935 wegen Verbreitung von Druckschriften der IBV zu 150 RM verurteilt. Am 20. Juli 1935 erfolgte eine erneute Vernehmung wegen des Besitzes von Druckschriften, das Verfahren wurde jedoch eingestellt.
Richard Blume wurde am 9. September 1936 von der Gestapo festgenommen und als "Schutzhäftling" in das EL-DE-Haus gebracht. Vermutlich wurde er wieder freigelassen, denn nach bisherigen Informationen, hat er die Verteilung des Flugblattes „Resolution“ am 12. Dezember 1936 in Köln organisiert. Seine erneute Verhaftung muss kurz darauf erfolgt sein. Am 19. Dezember 1937 kam er von der „Schutzhaft“ in die Untersuchungshaft. Am 17. März 1937 wurde er vom Sondergericht Köln zu drei Jahren Gefängnishaft verurteilt, die er aller Wahrscheinlichkeit in Köln-Klingelpütz verbüßte. Sein weiteres Schicksal ist nicht bekannt.
Nach Richard Blumes Verhaftung übernahm Elly Fey seine Funktion.
(Lorsbach: Die NS-Verfolgung Köln, S. 8, 13, 19.)