Köln-Innenstadt, EL-DE-Haus
Dieser Beitrag wird noch bearbeitet.
Die Angaben sind noch unvollständig und werden ergänzt.
Adresse
Gestapodienststelle und Gestapogefängnis
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Köln-Innenstadt, Appellhofplatz 25, Deutschland
Verfolgte Zeugen Jehovas im Nationalsozialismus
Frauen
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt
Männer
Anzahl nach aktuellem Forschungsstand: nicht bekannt
Gedenkzeichen
In der 1997 eröffneten und 2009 punktuell erneuerten Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums gibt es einen Raum, der sich mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften in Köln befasst, wobei aufgrund des beschränkten Platzes das Thema nur schlaglichtartig erhellt werden kann. Neben einem Foto mit Angehörigen der Zeugen Jehovas in Köln aus dem Jahr 1931 findet sich der Text:
"Die Angehörigen der Internationalen Bibelforscher (Zeugen Jehovas) wurden aufgrund ihrer kompromisslosen Haltung gegenüber dem NS-Staat und ihrer Weigerung, Wehrdienst zu leisten, vom Regime verfolgt. Viele von ihnen wurden in Konzentrationslagern ermordet.
Um 1933 gehörten etwa 130 Frauen und Männer in Köln zu den Zeugen Jehovas. Soweit heute bekannt, wurden 56 von ihnen in den folgenden Jahren inhaftiert, davon 19 in Konzentrationslager oder Zuchthäuser verschleppt. Zehn Kölner Zeugen Jehovas wurden wegen ihres Glaubens hingerichtet oder starben während der Haft."
Des Weiteren weist die Ausstellung mit knappen Texten und Fotografien auf das Ehepaar Friedrich und Klara Stoffels, Elly Fey, Albert Wandres und Wilhelm Steitz hin.
Im Rahmen der Neugestaltung der Gedenkstätte 2009 wurde neben der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrum auch die im Haus befindliche Gedenkstätte Gestapogefängnis überarbeitet und erweitert. Im hinteren Bereich des Gefangenenkellers wurde ein Gedenkraum zu Kölner Gestapoopfern eingerichtet, in dem die Namen von (ums Leben gebrachten) Kölner NS-Verfolgten vorgelesen bzw. an die Wand projiziert werden. In dieser „Gedenkinstallation“ wird auch an Klara Stoffels in deutscher und englischer Sprache erinnert:
"Klara Stoffels
1904 bis 1944
als Zeugin Jehovas verfolgt
in Berlin-Plötzensee hingerichtet"
(Privatarchiv Falk Bersch, Schreiben NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln vom 7.6.2023.)