Otto Kabot
- Vorname(n)
- Otto
- Nachname
- Kabot
- Geburtsdatum
- 28. Juli 1916
- Geburtsort
- Köln
- Beruf
- Arbeiter
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Otto Kabot wurde 1934 im Alter von 18 Jahren das erste Mal wegen Literaturverbreitung verhaftet. Das Amtsgericht Köln-Mülheim verurteilte ihn, weil er keinen „Gewerbeschein für die Verbreitung der Bibel“ besaß. Die zweite Verhaftung erfolgte 1935 aufgrund seines Missionsdienstes und der Teilnahme an Zusammenkünften der Zeugen Jehovas. Es folgte eine Verurteilung durch das Sondergericht Köln und die Haft im KZ Esterwegen von Mai bis Oktober 1935.
„Erduldete Mißhandlungen? Folterung und Sterilisation.“
Eine dritte Verhaftung und Verurteilung erfolgte 1938, diesmal aufgrund des Verdachts, illegale Schriften zu verbreiten. Danach, und möglicherweise auch schon nach seinen ersten Verurteilungen, saß er im Gefängnis Klingelpütz ein. Seine knappen Angaben, die im November 1945 machte, erlauben keine genaue Zuordnung. Auf die Frage: „Erduldete Mißhandlungen?“ trug er in einen Fragebogen ein: „Folterung und Sterilisation“. Auf die Frage: „Auf Mißhandlung zurückgebliebene dauernde Körperschäden?“ schrieb er: „Störungen im ganzen Organismus und zeitweise nicht arbeitsfähig.“ Otto Kabot tippte mit Schreibmaschine auf den unteren Rand des Formulars unter „Bemerkungen“: „Trotz meiner erduldeten Leiden freute ich mich in der ganzen Zeit, [dass] Jehova und seine Theokratie [den] Sieg davon getragen [haben].“
(Lorsbach: Die NS-Verfolgung Köln, S. 18, 21 f.)
Gedenkzeichen
Am 20. Januar 2007 wurde in Köln-Mülheim, Formesstraße 19, ein Stolperstein für Otto Kabot verlegt.