Karl Meister
- Vorname(n)
- Karl
- Nachname
- Meister
- Geburtsdatum
- 17. August 1890
- Geburtsort
- Köln
- Todesdatum
- Vermutlich 1966 verstorben
- Todesort
- Dabringhausen, Deutschland
- Beruf
- Schlosser
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Bekannte sich ab 1931 zu Jehovas Zeugen
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Am 6. Juni 1935 wurde Karl Meister in seiner Wohnung verhaftet. Die Anklageschrift vom 23. September 1935 warf ihm „Bibelforschertätigkeit“ vor, insbesondere das Abhalten gemeinsamer Zusammenkünfte, die Lehr- und Versammlungstätigkeit und der Austausch von Traktaten und Flugschriften. Er verbrachte die nächsten Wochen im Gefängnis Klingelpütz und kam im Juli in das Emslandlager Esterwegen. Am 29. November 1935 ging es für ihn zurück nach Köln, wo er am 4. Dezember vor dem dortigen Sondergericht stand. Da ihm die bis dahin verbrachte Haftzeit angerechnet wurde, kam Karl Meister nach der Verhandlung frei.
1938 erfolgte eine zweite Verhaftung in Köln-Mülheim und ein weiteres Sondergerichtsverfahren stand an. Diesmal lautete die Anklage „Hochverrat“. Karl Meister wurde die Ablehnung der Wehrpflicht, die Verweigerung des Deutschen Grußes und die Nichtteilnahme an Wahlen vorgeworfen. Am 16. Juli 1938 wurde er in Köln-Klingelpütz eingeliefert. Das Kölner Sondergericht verurteilte ihn am 18. November 1938 zu einer Haftstrafe, die er bis zum 26. Januar 1939 verbüßte. In der Haft zog er sich eine Hüftgelenkentzündung zu, die dazu führte, dass er als einseitig gelähmter Invalide entlassen wurde.
(Lorsbach: Die NS-Verfolgung Köln, S. 21; Krüger: Eine Bibel, S. 47 f.)