Hermann Struthoff
- Vorname(n)
- Hermann
- Nachname
- Struthoff
- Geburtsdatum
- 13. Dezember 1894
- Geburtsort
- Oldenburg, Deutschland
- Todesdatum
- 1979
- Beruf
- Gärtner
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Laut Anklageschrift des Sondergerichts Dortmund vom 14. November 1936 predigte Hermann Struthoff mit der Bibel von Haus zu Haus und verbreitete religiöse Schriften. In seiner Wohnung fanden Bibelstunden statt und er sammelte Geld für die „Gute-Hoffnung-Kasse“, durch die notleidende Glaubensgeschwister unterstützt wurden. Auch verweigerte er am 29. März 1936 die Teilnahme an der Reichstagswahl. Hermann Struthoff wurde daraufhin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und nach dessen Verbüßung in das KZ Sachsenhausen überführt.
Im März 1940 kam er als Häftling in die Wewelsburg, das Lager wurde unter der Bezeichnung Niederhagen im Herbst 1941 ein selbstständiges KZ-Lager. Nach der Auflösung des KZ Niederhagen im Frühjahr 1943 verblieb nur ein Restkommando auf der Wewelsburg, zu dem auch Hermann Struthoff gehörte. Ab Dezember 1942 fand im Lager eine heimliche Versorgung der Bibelforscherhäftlinge mit religiöser Literatur statt. Die Texte wurden von Hermann Strutthof, der als Häftlingsgärtner arbeitete, ins Lager geschmuggelt.
Das Restkommando wurde am 2. April 1945 in der Wewelsburg durch US-Truppen befreit.
(John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 30 f.; Brebeck: Wewelsburg, S. 612.)