Ludwig Bischoff
- Vorname(n)
- Ludwig
- Nachname
- Bischoff
- Geburtsdatum
- 19. November 1900
- Geburtsort
- Berlin-Wannsee, Deutschland
- Todesdatum
- 27. Februar 1990
- Todesort
- Lennestadt, Deutschland
- Beruf
- Schuhmacher
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Erstkontakt mit den Bibelforschern 1920, Taufe 1921
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ludwig Bischoff wurde am 12. September 1936 in Berlin verhaftet und kam in Polizeihaft, zunächst in das Polizeigefängnis Alexanderplatz, zehn Tage später in das Berliner KZ Columbia und am 3. Oktober 1936 in das Konzentrationslager Sachsenhausen (Häftlingsnummer 787). Dort musste er bei Misshandlungen und Mangelernährung Bäume fällen und Stämme tragen; im Winter zog er sich Erfrierungen ersten Grades an den Händen zu. Am 9. Februar 1937 erfolgte die Verlegung ins Zellengefängnis Lehrter Straße in Berlin-Tegel (Häftlingsnummer 2768/36), wo er bis 29. März 1938 erst in Untersuchungs- und dann in Strafhaft kam, nachdem er am 29. Mai 1937 vom Berliner Sondergericht in Berlin-Moabit zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Im selben Prozess wurden 20 weitere Berliner Zeugen Jehovas verurteilt. Während der KZ-Haft zog sich Ludwig Bischoff einen Magenkatarrh und eine chronische Gastritis zu. (Krüger: Eine Bibel, S. 48.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Nachdem Ludwig Bischoff bei Zusammenkünften der Zeugen Jehovas in Potsdam und anderen Orten Vorträge gehalten hatte, versuchte die Staatssicherheit ihn zwischen 1948 und 1953 mehrfach aus West-Berlin in die DDR zu entführen. (Privatarchiv T. Martin Krüger, Zeitzeugeninterview mit Sybille Kämmer.)
Gedenkzeichen
Seit dem 19. Februar 2021 erinnert an Ludwig Bischoffs letzten selbstständigen Wohnort in Wermelskirchen, Berliner Straße 112, ein Stolperstein an ihn. (Krüger: Eine Bibel, S. 4)