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Anna Siebel, geb. Staller

Vorname(n)
Anna
Geburtsname
Staller
Nachname
Siebel
Geburtsdatum
1. August 1877
Geburtsort
Dhünn-Rostringhausen (heute Wermelskirchen), Deutschland
Todesdatum
16. Oktober 1953
Todesort
Remscheid, Deutschland
Beruf
Arbeiterin in einer Schuhfabrik
Erstkontakt und/oder Taufe
1907 Taufe als Bibelforscherin

Biographische Orte

Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.

Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Am 11. Februar 1935 meldete die Gestapo in Wermelskirchen nach Düsseldorf, dass sich im Ort Anna Siebel, Else Brosius und Martha Wurmnest daran beteiligten, Bibeln zu vertreiben und dabei „Propaganda“ für die verbotenen Bibelforscher machten. In einem Prozess gegen neun Zeugen Jehovas wurde Anna Siebel am 29. Oktober 1935 vom Sondergericht Düsseldorf zu einem Monat Haft verurteilt. Im Gerichtssaal weigerte sie sich mit „Heil Hitler“ zu grüßen, weshalb sich die Haft um einen Tag verlängerte. Ein erbetener Haftaufschub wurde nicht gewährt. Anna Siebel verbüßte die Haft vom 21. November bis 4. Dezember im Gefängnis in Wuppertal-Elberfeld und vom 4. bis 22. Dezember 1935 in Düsseldorf.

Nach der Verhaftung von Friedrich Brosius am 17. November 1937 durchsuchte die Gestapo erneut die Wohnungen ihr bekannter Wermelskirchener Zeugen Jehovas. Am 23. November 1937 fanden Hausdurchsuchungen bei Anna Siebel, Klara Staller und Martha Wurmnest statt. Dabei konnten bei Anna Siebel nur alte Bibelforscher-Schriften sichergestellt werden. Ein weiteres polizeiliches Verhör von Anna Siebel ist für den 31. Mai 1938 belegt.

(Krüger: Eine Bibel, S. 15.)

Ein junges Paar und fünf ältere Frauen posieren in einem Garten mit der der Zeitschrift "Der Wachtturm" in der Hand.
Eine Gruppe Zeugen Jehovas während einer Missionsaktion mit der Zeitschrift „Der Wachtturm“, 1948. V.l.n.r.: Dieter Eichhorn, Klara Staller, Anna Siebel, Inge Brosius (spätere Eichhorn), Else Brosius, Martha Wurmnest und Martha Kottner (Privatarchiv T. Martin Krüger).

Externe Medien

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