Anna Ebell, geb. Buchholz
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- Vorname(n)
- Anna
- Geburtsname
- Buchholz
- Nachname
- Ebell
- Geburtsdatum
- 13. März 1877
- Geburtsort
- Chemnitz bei Neubrandenburg, Deutschland
- Todesdatum
- 18. Dezember 1948
- Todesort
- Grevesmühlen, Deutschland
- Beruf
- Hausfrau
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1907 Erstkontakt, 1926 Taufe als Bibelforscherin
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Karl Ebell (Ehemann)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Oehm, geb. Ebell (Tochter)
- Paul Oehm (Enkelsohn)
- Käthe Zinnall, geb. Oehm (Enkeltochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Anna und Karl Ebell nahmen an den verbotenen religiösen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas in Grevesmühlen teil und erhielten deren verbotene religiöse Literatur. Sie hielten über Kontakt mit den verantwortlichen Leitern der Wismarer, Schweriner und Lübecker Gemeinden. Im Haus der Ebells fand am 7. Oktober 1934 die weltweit organisierte Protestzusammenkunft der Religionsgemeinschaft statt. Von Anna Ebell wird berichtet, dass sie das Protestschreiben persönlich bei der Post abgab.
Vermutlich im September 1936 kam es zu einer Hausdurchsuchung. Am 3. Februar 1937 tagte im Wismarer Amtsgericht das Schweriner Sondergericht gegen Anna und Karl Ebell und sechs weitere Angeklagte aus Wismar. Anna Ebell wurde zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, erhielt jedoch eine Haftverschonung.
Gedenkzeichen
Im Januar 2001 wurde im Städtischen Museum Grevesmühlen anlässlich einer Sonderausstellung zum religiösen Widerstand mit mehreren Tafeln an Anna und Karl Ebell erinnert. (Bersch: Karl Ebell, S. 26 f.)
In Bützow erinnert neben dem ehemaligen Standort des Frauengefängnisses im Krummen Haus seit 2003 die Ausstellung „Dokumentation zum politischen Missbrauch des Strafvollzuges“ auch an die Schicksale von Anna und Karl Ebell.