Karl Ebell
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- Vorname(n)
- Karl
- Nachname
- Ebell
- Geburtsdatum
- 6. August 1874
- Geburtsort
- Steinbeck, Deutschland
- Todesdatum
- 19. März 1956
- Todesort
- Wismar, Deutschland
- Beruf
- Tischlermeister
- Erstkontakt und/oder Taufe
- 1907 Erstkontakt, 1925 Taufe als Bibelforscher
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Anna Ebell, geb. Buchholz (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Oehm, geb. Ebell (Tochter)
- Paul Oehm (Enkelsohn)
- Käthe Zinnall, geb. Oehm (Enkeltochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Karl und Anna Ebell nahmen an den verbotenen religiösen Zusammenkünften der Zeugen Jehovas in Grevesmühlen teil und erhielten deren verbotene religiöse Literatur. Sie hielten Kontakt mit verantwortlichen den Leitern der Wismarer, Schweriner und Lübecker Gemeinden. Im Haus der Ebells fand am 7. Oktober 1934 die weltweit organisierte Protestzusammenkunft der Religionsgemeinschaft statt.
Vermutlich im September 1936 kam es zu einer Hausdurchsuchung. Am 3. Februar 1937 tagte im Wismarer Amtsgericht das Schweriner Sondergericht gegen Anna und Karl Ebell und sechs weitere Angeklagte aus Wismar. Karl Ebell wurde zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Am 22. April 1937 trat er die Haftstrafe in Dreibergen-Bützow an. Nach einem bewilligten Gnadengesuch wurde er am 11. September 1937 vorzeitig entlassen.
Gedenkzeichen
Im Januar 2001 wurde im Städtischen Museum Grevesmühlen anlässlich einer Sonderausstellung zum religiösen Widerstand mit mehreren Tafeln an Karl und Anna Ebell erinnert. (Bersch: Karl Ebell, S. 26 f.)
In Bützow erinnert neben dem ehemaligen Standort des Frauengefängnisses im Krummen Haus seit 2003 die Ausstellung „Dokumentation zum politischen Missbrauch des Strafvollzuges“ auch an die Schicksale von Karl und Anna Ebell.