Katharina (Käthe) Winkler, geb. Tietze
- Vorname(n)
- Katharina (Käthe)
- Geburtsname
- Tietze
- Nachname
- Winkler
- Geburtsort
- Remscheid, Deutschland
- Todesdatum
- April 1982
- Todesort
- Amsterdam, Niederlande
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Robert Arthur Winkler (Ehemann)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Bei Erlass des Verbots der Zeugen Jehovas in Preußen befanden sich Käthe Winkler und ihr Mann Robert Arthur Winkler mit einer Gruppe Prediger in einem sogenannten Pionierheim in Köln. Nach dessen Auflösung zog das Ehepaar Winkler nach Bonn. In ihrem dortigen Wohnhaus fanden weiter religiöse Zusammenkünfte statt. Bei mehreren Hausdurchsuchungen fand die Gestapo 1934 in ihrer Wohnung kistenweise verbotene Bücher und Zeitschriften der Zeugen Jehovas.
Nachdem Robert Arthur Winkler von Juni 1935 bis Mai 1936 inhaftiert war und das Ehepaar auch danach von der Gestapo überwacht wurde, entschlossen sich beide am 19. Juli 1936 zur Flucht in die Niederlande. Die Winklers arbeiteten dort im niederländischen Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Heemstede, westlich von Amsterdam. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht im Mai 1940 leitete die Gestapo eine großangelegte Suche nach Käthe Winklers Ehemann ein. Robert Arthur Winkler hatte inzwischen die Verantwortung für die Tätigkeit der Zeugen Jehovas in Deutschland und den Niederlanden übernommen. Er war ständig auf der Flucht, wurde am 21. Oktober 1941 gefasst und in verschiedene Konzentrationslager eingeliefert. Erst im Juni 1945 konnte Käthe Winkler ihren Mann in den Niederlanden wiedersehen.
(WTG: Jahrbuch 1986, S. 125, 182.)
Gedenkzeichen
Am 4. Februar 2019 verlegte der Künstler Gunter Demnig vor dem Bonner Wohnhaus in der Endenicher Straße 58 einen Stolperstein für Robert Arthur Winkler. Nachdem der Stein aufgrund von Bauarbeiten entfernt worden war, fand am 14. Mai 2024 eine Zweitverlegung am gleichen Standort durch Björn Dzieran, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des NS-Dokumentationszentrum Bonn, statt. (Blick aktuell, Ausgabe Wachtberg, 16.2.2019, S. 5; Gedenkstätte Bonn, Info, 1. Ausgabe 2019, Januar, S. 4; Gedenkstätte Bonn, Info, Ausgabe 2/2019 – September, S. 14, 15; Bonner General Anzeiger, 11.5.2024.)