Adele Ida Klüting, geb. Kranefeld
- Vorname(n)
- Adele Ida
- Geburtsname
- Kranefeld
- Nachname
- Klüting
- Geburtsdatum
- 19. August 1901
- Geburtsort
- Radevormwald-Dahlerau, Deutschland
- Todesdatum
- 14. September 1966
- Todesort
- Gießen, Deutschland
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Rudolf Klüting (Ehemann)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Ab dem 27. November 1934 hatte die Gestapo die Post von Adele und Rudolf Klüting sowie anderer Zeugen Jehovas in Radevormwald überwacht. Am 3. März 1935 verbreitete das Ehepaar Bibeln und es kam zu einem Strafverfahren wegen des Verkaufs ohne Gewerbelegitimationskarte, das am 16. März nach Intervention der Rechtsabteilung der Zeugen Jehovas in Magdeburg eingestellt wurde. Dennoch wurden Adele und Rudolf Klüting am 12. August 1935 in Schutzhaft genommen. Sie befanden sich im Polizeigefängnis Radevormwald und wurden in der Polizeiwache verhört.
Am 22. November 1935 fand in Remscheid dann ein Prozess gegen zwölf Zeugen Jehovas aus Radevormwald statt. Wegen „Fortführung der verbotenen Organisation der Ernsten Bibelforscher“ wurden alle Angeklagten zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das Strafmaß von Adele Klüting, der neben Hausbesuchen auch der Besuch von christlichen Zusammenkünften und die Feier des Abendmahls vorgeworfen wurde, betrug fünf Monate Haft.
Nach dem Ende der NS-Zeit engagierte Adele Klüting sich im Vorstand der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes in Radevormwald.
(Krüger: Eine Bibel, S. 18 f.)