Paul Schullian
- Vorname(n)
- Paul
- Nachname
- Schullian
- Geburtsdatum
- 27. Juni 1887
- Geburtsort
- Gruel (Vorpommern), Deutschland
- Todesdatum
- 12. August 1964
- Todesort
- wahrscheinlich Westerstede, Deutschland
- Beruf
- Schuhmacher
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich 1932/33 Jehovas Zeugen an
Biographische Orte
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Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Aje Schullian, geb. Schüürmann (Ehefrau)
- Georg Schullian (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Paul Schullian versuchte mit seiner Familie nach dem Verbot der Zeugen Jehovas 1933 die Gemeindearbeit weiter zu betreiben. Er und die Emdener Glaubensgeschwister versammelten sich im kleinen Kreis. Sie erhielten und lasen die verbotenen Schriften der Religionsgemeinschaft, die weiterhin auf geheimen Wegen ins Deutsche Reich kamen. Auch Kontakte zu Glaubensgeschwister in Norden und Oldenburg hielt die Familie Schullian aufrecht.
Paul Schullian wurde am 8. Mai 1936 verhaftet und in das Emdener Gefängnis gebracht. Zusammen mit anderen Zeugen Jehovas stand er am 24. Juli 1936 vor Gericht und wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt, die er bis zum 7. September 1936 absaß. Trotz dieser Bestrafung trafen sich die Emder Gemeindemitglieder weiterhin, was zur Folge hatte, dass nach einer Durchsuchung der Wohnung die ganze Familie Schullian in Haft genommen wurde. Vom Emdener Gefängnis kam Paul Schullian nach Hannover, wo ihn das Sondergericht Hannover am 12. Mai 1937 zu zwei Jahren Gefängnishaft verurteilte.
Gedenkzeichen
Am 22. Oktober 2023 wurden in Emden, Föhrstraße 36, Stolpersteine für die Familie Schullian verlegt. (Wendt: Paul Schullian.)