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Hermann Bonatz

Vorname(n)
Hermann
Nachname
Bonatz
Geburtsdatum
10. September 1891
Geburtsort
Heidekrug, Westpreußen (heute: Piaseczno bei Lidzbark/Polen)
Beruf
Postschaffner, Fleischbeschauer, Imker
Erstkontakt und/oder Taufe
Taufe als Bibelforscher 1921

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Nach der Protestzusammenkunft am 7. Oktober 1934 führte Hermann Bonatz in seiner Wohnung in Hamburg illegale christliche Zusammenkünfte durch. Die Gestapo verhaftete ihn Ende 1934 und beschlagnahmte ein Fahrrad und eine Schreibmaschine. Verhöre im Stadthaus, dem Dienstsitz der Gestapo-Leistelle Hamburg. Nach der Schutzhaft vom 7. Dezember 1934 bis 11. Februar 1935 im KZ Fuhlsbüttel wurde er in die Hamburger Untersuchungshaftanstalt überstellt. Das Hanseatische Sondergericht verurteilte ihn am 15. März 1935 zu sechs Monate Haft. (HStA, 213-11, Nr. 50882, Bd. 2, Bl. 126, 127, Bericht Polizeibehörde – Abt. Staatspolizei – Hamburg vom 10.1.1935, Verhörprotokoll Gustav Geeve; Bl. 212, Polizeibehörde – Abt. Staatspolizei – Hamburg, Bericht vom 7.2.1935; 213-11, Nr. 50883, Bd. 3, Bl. 308, 309, Staatsanwaltschaft beim Hanseatischen Sondergericht, Ausstellung Haftbefehle gegen Bibelforscher vom 11.2.1935; Bl. 373–380, Hanseatisches Sondergericht, Anklageschrift vom 21.2.1935.)

Missionsausweis von Hermann Bonatz, ausgestellt am 30.8.1932 von der Wachturm, Bibel- und Traktatgesellschaft in Magdeburg, mit Paßfoto.
Missionsausweis der WTG in Magdeburg für Hermann Bonatz vom 30. August 1932 (HStA Best. 213-11 Staatsanwaltschaft Landgericht – Strafsachen, Nr. 50881).

Widerstand und Verfolgung im Kommunismus

1946 Gruppendiener in Schwanheide, ab 1949 Hilfsgruppendiener in Boizenburg. 1950 Vorbereitung der Gruppen zum Übergang in die Illegalität. (JZArchZE, Verzeichnis der Ortsgruppen der Zeugen Jehovas [Bibelforscher] in der sowjet-russischen Besatzungszone Deutschlands vom 1.4.1946.)

Verhaftung am 29. August 1950 in Schwanheide, inhaftiert im Gefängnis Hagenow. Dort durch Hunger und Schläge zur Aussage gezwungen. Bis zur Verhandlung inhaftiert im Untersuchungsgefängnis Schwerin in der Schelfstraße. Durch die Große Strafkammer beim Landgericht Schwerin am 25. Oktober 1950 in Greifswald (Landgericht) zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Strafverbüßung in Bützow-Dreibergen. Entlassen im August 1956. (JZArchZE, Aktennotiz Zweigbüro Wiesbaden vom 4.12.1950; BA-MfS-BV Schwerin AU 199/50 Bd. 1, Bl. 39–51; LHAS, 6.11-7, Nr. 166.)

1961 Zwangsaussiedlung aus Schwanheide (Grenzgebiet) und Neuzuweisung einer Wohnung in Uelitz. (Privatarchiv Bersch, Schreiben Ria Dittrich vom 3.8.2004.)

Maria Pomaska (rechts) und Hermann Bonatz (mitte) vor dessen Wohnaus in Schwanheide mit Glaubensgeschwistern vor seinem Wohnhaus, 1950er Jahre.
Maria Pomaska (rechts) und Hermann Bonatz (mitte) vor dessen Wohnaus in Schwanheide mit Glaubensgeschwistern, 1950er Jahre (JZArchZE).

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