Paul Handke
- Vorname(n)
- Paul
- Nachname
- Handke
- Geburtsdatum
- 1902
- Beruf
- Arbeiter
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Frieda Finger (Tante)
- Anna Hedwig Handke, geb. Brauer (Ehefrau)
- Joachim Handke (Sohn)
- Ursula Handke (Tochter)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Anna Hedwig Handke, geb. Brauer (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Hedwig und Paul Handke wurden am 12. November 1936 verhaftet. Der Oberstaatsanwalt beim Leiter der Anklagebörde beim Sondergericht Freiberg erhob gegen sie und 18 weitere inhaftierte Zeugen Jehovas aus Zittau und Umgebung Anklage. Paul Handke wurde vorgeworfen, mit einer Bibel missioniert und Zeitschriften der Zeugen Jehovas erhalten und weitergeleitet zu haben.
Die Verhandlung des Sondergerichts Freiberg fand am 14. Mai 1937 im Gebäude des Landgerichts Dresden statt. Paul Handke erhielt eine Haftstrafe von 21 Monaten, Hedwig Handke von sechs Monaten. Am 16. Mai 1938 wurde dem Ehepaar das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen.
Paul Handke wurde nach Verbüßung der Haftstrafe in „Schutzhaft“ genommen und in das KZ Buchenwald deportiert. Bei der Räumung des Lagers 1945 musste er an einem Todesmarsch Richtung Dachau teilnehmen. Unterwegs wurde er in das Lazarett Chaim eingeliefert. Es wird angenommen, das er dort verstorben ist.
(Hesse/Harder: und wenn ich lebenslang, S. 261; Griebel: Christliche Religionsgemeinschaften Zittau, S. 17 ff.)