Bernhard Mischke
- Vorname(n)
- Bernhard
- Nachname
- Mischke
- Geburtsdatum
- 13. März 1906
- Geburtsort
- Heidemühl, Pommern (heute: Borowy Młyn/Polen)
- Todesdatum
- 21. April 1945
- Todesort
- Anklam, Wehrmachtgefängnis
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet
- Beruf
- Traktorist
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Schloss sich nach 1940 Jehovas Zeugen an
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Elli Leiding, geb. Mischke (Tochter)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Elli Leiding, geb. Mischke (Tochter)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Bernhard Mischke wurde aufgrund seiner Tätigkeit in der Landwirtschaft zunächst nicht zur Wehrmacht einberufen. Im September 1944 sollte er sich dann bei einer Wehrmachteinheit in Hammerstein melden. Daraufhin fuhr Bernhard Mischke nach Neustettin, um bei der Militärbehörde seine Verweigerung zu erklären. Er wurde verhaftet und kam in die Wehrmachthaftanstalt Stettin. Das Gericht der Division 402 in Neustettin verhandelte am 15. November 1944 seinen Fall. Das Verfahren zog sich nach Verkündung des Todesurteils noch mehrere Monate hin. Bernhard Mischke wurde in den ersten Monaten des Jahres 1945 in das Wehrmachtgefängnis Anklam verlegt. Nur wenige Wochen vor Kriegsende, am 21. April 1945, vollstreckte man dort das Urteil durch Erschießen. Die Familie erfuhr erst 1951 vom Schicksal ihres Vaters. (Herrberger/Bersch: Die militärgerichtliche Verfolgung, S. 14 f.; Wagner: Das Wehrmachtgefängnis Anklam, S. 89.)
Gedenkzeichen
2005 erfolgte die Gründung der Stiftung Zentrum für Friedensarbeit - Otto Lilienthal - Hansestadt Anklam, die das ehemalige Wehrmachtgefängnis einer neuen Nutzung als Museum und Gedenkstätte zuführte. Seit 2009 wird in der Ausstellung des Zentrum für Friedensarbeit im ehemaligen Wehrmachtgefängnis Anklam an Bernhard Mischke erinnert.
In der 2021 eröffneten Dauerausstellung zur Geschichte Pommerns im 20. Jahrhunderts im Pommerschen Landesmuseum Greifswald wird auch die Biografie von Bernhard Mischke dargestellt.