Martha Glöde, geb. Bredies
Dieser Beitrag wird noch bearbeitet.
Die Angaben sind noch unvollständig und werden ergänzt.
- Vorname(n)
- Martha
- Geburtsname
- Bredies
- Nachname
- Glöde
- Geburtsdatum
- 17. November 1885
- Geburtsort
- Schillgallen, Ostpreußen (heute: Šilgaliai/Litauen)
- Todesdatum
- um 1960
- Todesort
- Wismar, Deutschland
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Taufe als Bibelforscherin vermutlich 1920er Jahre
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Karl Glöde (Ehemann)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
1937 zogen Martha und Karl Glöde vom ostpreußischen Tilsit nach Wismar. Karl Glöde reorganisierte die dortige Zeugen-Jehovas-Gemeinde, die nach der Verhaftungsaktion 1936/37 kaum mehr handlungsfähig war. Am 29. März 1938 erfolgte nach einer Denunziation die Verhaftung Karl Glödes wegen vermeintlicher antinazistischer Äußerungen. Er starb am 20. April 1943 im KZ Neuengamme. (LAMV Rep. 200/9.2.1, Nr. 806; Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 54 ff.)
Widerstand und Verfolgung im Kommunismus
Ein 1948 von Martha Glöde angestrengter Prozess gegen den Denunzianten ihres Mannes beim Amtsgericht Wismar endete aufgrund mangelnder Beweise mit einem Freispruch.
Am 25. September 1950 wurde Martha Glödes Aberkennung des VdN-Hinterbliebenenstatus durch den VdN-Landesausschuss Mecklenburg wegen Nichteinritt in politische Organisationen, Verweigerung der Wahlpflicht und der Unterschrift des Stockholmer Appell beschlossen. Sie wurde fortan auch durch Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit beobachtet.
(LAMV Rep. 200/9.2.1, 806; Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 56.)
Gedenkzeichen
Vor dem Haus Krönkenhagen 26 in Wismar befindet sich ein Stolperstein in Erinnerung an Martha Glödes Ehemann Karl Glöde.