Karl Glöde
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- Vorname(n)
- Karl
- Nachname
- Glöde
- Geburtsdatum
- 11. Mai 1881
- Geburtsort
- Wismar, Deutschland
- Todesdatum
- 20. April 1943
- Todesort
- Konzentrationslager Neugengamme
- Verfolgungsbedingte Todesart
- Im Konzentrationslager ums Leben gekommen
- Beruf
- Maschinenschlosser
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Taufe als Bibelforscher vermutlich 1920er Jahre in Tilsit (Ostpreußen)
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Martha Glöde, geb. Bredies (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Kommunismus
- Martha Glöde, geb. Bredies (Ehefrau)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
1937 zog Karl Glöde mit seiner Familie vom ostpreußischen Tilsit in seine Geburtsstadt Wismar. Dort reorganisierte er die örtliche Zeugen-Jehovas-Gemeinde, die nach der Verhaftungsaktion 1936/37 offenbar nicht mehr aktiv war. Karl Göde trat nicht in die NS-Organisationen ein und verweigerte in der Öffentlichkeit den Hitlergruß. Nach einer Denunziation wegen vermeintlicher antinazistischer Äußerungen erfolgte am 29. März 1938 seine Verhaftung. Es folgten sechs Wochen Haft im Amtsgerichtsgefängnis Wismar. Am 14. Mai 1938 wurde der Zeuge Jehovas vom Sondergericht Schwerin wegen Aufrechterhaltung der IBV zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, die er in Dreibergen-Bützow absaß. Am 19. Oktober 1938 erfolgte eine erneute Verhandlung vor dem Schweriner Sondergericht und eine Verurteilung zu weiteren drei Jahren Haft wegen „nichtöffentlicher gehässiger Äußerungen über leitende Personen des Staates“. Im August 1939 wurde Karl Glöde in das KZ Sachsenhausen überführt. Das Amtsgericht Schwerin verurteilte ihn am 29. Januar 1941 noch einmal wegen „Beleidigung“. Von Sachsenhausen kam Carl Glöde in das KZ Neuengamme, wo er am 20. April 1943 starb. (Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 54 ff.)
Gedenkzeichen
Am 15. Juli 2008 wurde in Wismar, Krönkenhagen 26, ein Stolperstein für Carl Glöde verlegt. (Bersch: Stolpersteine Wismar, S. 54.)
Carl Glöde wird auch auf einer Tafel in der heutigen Herberge „Kittchen“, dem ehemaligen Gerichtsgefängnis in Wismar, erwähnt.