Eugen Stark
- Vorname(n)
- Eugen
- Nachname
- Stark
- Geburtsdatum
- 1901
- Geburtsort
- Stuttgart, Deutschland
- Todesdatum
- 15. November 1974
- Beruf
- Elektrotechniker
- Erstkontakt und/oder Taufe
- Kam 1919 mit den Bibelforschern in Kontakt
Biographische Orte
Die Karte zeigt Orte, die mit der Person dieses Beitrages verknüpft sind.
Wohnort(e)
Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus
- Berta Stark, geb. Scheibe (Ehefrau)
- Jonathan Stark (Sohn)
- Rolf Stark (Sohn)
Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus
Eugen Stark zog 1921 von Stuttgart nach Ulm und heiratete dort 1924 Berta Scheibe. 1926 wurde der Sohn Jonathan und um 1940 dessen Bruder Rolf geboren. Eugen Stark war als Elektrotechniker ab den 1930er Jahren Werkstattleiter der Firma Reisser am Hauptwachplatz in Ulm. Dort begann 1942 der 18jährige Pole Roman Sobkowiak, der in einem SS-Umsiedlerlager interniert war, zu arbeiten. Eugen Stark hielt bis zu seiner eigenen Verhaftung seine schützende Hand über den jungen Mann, der von den anderen Lehrlingen als Außenseiter behandelt wurde, da er ihre Kriegsbegeisterung nicht teilte.
Im Dezember 1943 wurde Eugen Stark von der Gestapo an seinem Arbeitsplatz verhaftet, weil sich sein noch minderjähriger Sohn Jonathan beim Arbeitsdienst verweigert hatte. Er kam in Untersuchungshaft in das Gerichtsgefängnis Ulmer Frauengraben und von dort im Februar 1944 über die Gestapo-Zentrale in Stuttgart in das KZ Welzheim. Im Januar 1945 wurde er wieder nach Stuttgart überstellt und vor Kriegsende zusammen mit etwa 200 Häftlingen auf einen Todesmarsch geschickt. Eugen Stark konnte um den 20. April zu seiner Familie fliehen.
(Lechner/Sautter: Jonathan Stark; Engels: wir wollten das andere, S. 70.)