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Elly Scholz, geb. Fey

Vorname(n)
Elly
Geburtsname
Fey
Nachname
Scholz
Geburtsdatum
9. Oktober 1899
Geburtsort
Köln
Todesdatum
1979
Beruf
Arbeiterin
Erstkontakt und/oder Taufe
Schloss sich 1932 Jehovas Zeugen an

Biographische Orte

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Wohnort(e)

Widerstand und Verfolgung von Familienangehörigen im Nationalsozialismus

Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus

Nach der Verhaftung Richard Blumes übernahm Elly Fey die Verantwortung für die illegale Schriftenverteilung der Zeugen Jehovas in Köln. In ihrer Wohnung fanden monatliche Treffen mit dem für das Rheinland zuständigen Bezirksdienstleiter Albert Wandres statt. Elly Fey unterstand das Bücherlager der Religionsgemeinschaft für Köln, was vermutlich identisch mit dem Lager in Dieringshausen war. Sie organisierte im Dezember 1936 die Verteilung von 1500 Flugblättern mit dem Titel „Resolution“ und verteilte am 20. Juni 1937 in Köln viele Exemplare des „Offenen Briefes“. Nach der Verhaftung durch die Gestapo im Sommer 1937 übernahmen andere Zeugen Jehovas die Verantwortung für die Verbreitung der Literatur der Glaubensgemeinschaft in Köln und Umgebung.

Elly Fey wurde in der Kölner Gestapo-Zentrale, dem EL-DE-Haus, verhört und kam in das Kölner Gefängnis Klingelpütz. Sie wurde im April 1938 durch das Sondergericht Köln zu zwei Jahren Gefängnishaft verurteilt, die sie teilweise in Einzelhaft verringen musste. Nach dem Ende der Strafhaft wurde Elly Fey am 28. September 1939 in das Konzentrationslager Ravensbrück überführt, weil sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören. In Ravensbrück blieb sie bis zur Befreiung 1945.

Nach dem Krieg heiratete Elly Fey den KZ-Überlebenden August Scholz.

(Lorsbach: Die NS-Verfolgung Köln, S. 8–11, 15–17, 19; John-Stucke/Krenzer/Wrobel: 12 Jahre, S. 18 f.)

Ein Ehepaar steht im Garten.
Elly und August Scholz, nach 1945 (JZArchZE).

Gedenkzeichen

Am 4. Oktober 2004 wurde in Köln-Nippes in der Wilhelmstraße 85 ein Stolperstein für Elly Fey verlegt.

In der 1997 eröffneten und später erweiterten Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln wird auch an das Schicksal von Elly Fey erinnert.

Externe Medien

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