Rostock, Budapester Straße 52
Adresse
Wohnort von Gertrud Nollert, geb. Drechsler
Rostock, Budapester Straße 52 (früher Kasernenstraße 52), Deutschland
Informationen zum Ort
Am 15. Oktober 1948 zog Gertrud Nollert, die in der NS-Zeit mehr als acht Jahre in drei verschiedenen Konzentrationslagern verbracht hatte, nach Rostock in die damalige Kasernenstraße 52 (heute Budapester Straße 52) und begann sich gleich nach ihrer Ankunft missionarisch zu betätigen. Bereits zuvor war ihr in ihrer Heimatstadt Dresden der Status eines Opfers des Faschismus (OdF) verliehen worden. In Rostock wurde sie erneut vor den OdF-Ausschuss geladen und u. a. über ihre Einstellung zur Nationalen Front verhört. Da sie angab, politisch neutral zu sein, wurde sie als amerikanische Imperialistin beschimpft. Wie sie später angab, verlor sie in direkter Folge dieses Gesprächs ihre Wohnung in der Kasernenstraße. Sie kam kurzzeitig bei einer Mitgläubigen unter, konnte dann eine Wohnung am Thomas-Münzer-Platz 36 finden und floh ein Jahr später über Berlin nach Wermelskirchen. (Krüger: Eine Bibel, S. 37.)