Lörrach, Hebelschule
Adresse
Lörrach, Hebelschule
Lörrach, Bahnhofstraße 3, Deutschland
Informationen zum Ort
Die Hebelschule in Lörrach - 1872 im Rundbogenstil erbaut - wurde nach dem Heimatdichter und Pädagogen Johann Peter Hebel benannt, der von 1783 bis 1791 als Lehrer am Pädagogium in Lörrach tätig war. Die heutige Grundschule in der Bahnhofstraße 3 wird von rund 250 Schülern besucht. (https://www.loerrach.de/6839 [Aufruf am 19.1.2026].)
Widerstand und Selbstbehauptung im Nationalsozialismus
Anna Denz, Schülerin der Hebelschule in Lörrach, erzählte 1933 ihrem Vater, das der Lehrer in der Klasse den Hitlergruß eingeführt hatte. Darauf antwortete Oskar Denz: „‚Heil‘ bedeutet Rettung. Wenn wir ‚Heil Hitler‘ sagen, würde das heißen, dass wir ihm Rettung zuschreiben statt Jehova. Ich denke nicht, dass das richtig ist, aber du musst selbst entscheiden, was du tust.“ Anna Denz beschloss, in der Schule den Hitlergruß zu verweigern. Jeden Montagmorgen wurde in der Schule die Fahne gehisst. Obwohl sie versuchte, sich beim dazugehörigen Apell unauffällig unter die anderen Kinder zu mischen, wurde dies bemerkt, was zu ihrer Ausgrenzung führte. Die Jungen verprügelten sie und die Eltern ihrer Freundinnen verboten, mit ihr zu spielen.
Als 1936 der Eintritt in den BDM zur Pflicht wurde, verweigerte Anna Denz auch dies – als einzige von 45 Schülerinnen. Der Widerstand wurde so stark, dass sie sich entschloss, die Schule vorzeitig zu verlassen. Im Alter von 14 Jahren begann sie eine Lehre bei der Eisenwarenhandlung Heimsch in Lörrach.